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Religion
Der Religionsunterricht an der Wieschhofschule und dessen Aufgaben
Fähigkeiten und Fertigkeiten
Die Schülerin / der Schüler kann in den folgenden Bereichen die Wirklichkeit mehrdimensional wahrnehmen und deuten
Fragen und Erfahrungen zu Religion und Glauben bedenken, zum Ausdruck bringen und sich darüber mit anderen austauschen
die Welt als Schöpfung Gottes deuten
sich an der Bibel orientieren
Gebete, Lieder, Bilder, Rituale und gottesdienstliche Feiern als Ausdruck des Glaubens sehen und deuten
Symbole von Sakramenten deuten
Einstellungen und Haltungen:
Die Schülerin / der Schüler ist bereit
sich auf Gespräche und Aktionen zu Religion und Glauben (z.B.Schulgottesdienste) innerlich und mit eigenen Beiträgen einzulassen
Aussagen der biblischen Botschaft als bedeutsam für das eigene Leben zu erwägen
Verständnis und Achtung für Menschen mit anderer Religion zu haben
Methoden im Religionsunterricht
Die Methoden im Religionsunterricht, d. h. wie im Religionsunterricht gearbeitet wird, ermöglichen den Kindern auf vielfältige Art und Weise, eigene religiöse Erfahrungen zu sammeln und sich mit den Themen auseinander zu setzen.
Beispiele für Methoden sind u. a. die Bildbetrachtung, das Rollenspiel, das Standbild und das Gestalten.
Viele Themen im Religionsunterricht lassen sich mit Hilfe von Bildern verdeutlichen. Ein einzelnes Bild genau wahrzunehmen und zu betrachten, bedeutet für die Schülerinnen und Schüler sensibel zu werden für das, was Bilder beinhalten, für Gefühle, die ein Bild auslösen kann und für die Bedeutung des Bildes hinsichtlich des Themas. So geht der Weg vom Beschreiben der Farben, Formen und Figuren des Bildes über in das genaue Hineinschauen in das Bild.
Eine weitere Methode ist das Rollenspiel. Hierbei nehmen die Kinder vertraute oder fremde Rollen ein. Es ermöglicht den Kindern, das Denken und Verhalten einer Person kennen zu lernen und sich in diese hineinzuversetzen. So können verschiedene Verhaltensweisen spielerisch erprobt und anschließend reflektiert werden. Durch das Rollenspiel können sich die Schülerinnen und Schüler mit Geschichten, Problemen und Konflikten auseinandersetzen.
Des Weiteren wird methodisch auch das Standbild im Religionsunterricht gewählt.
Die Schülerinnen und Schüler stellen, meistens in einer Gruppe, eine Situation oder eine Szene einer Geschichte mit ihrem Körper dar. Das Standbild eröffnet den Kindern eine individuelle Auseinandersetzung mit dem Thema. Sie können zum einen Gefühle, die eine Geschichte oder Thematik auslöst oder beinhaltet, verarbeiten bzw. ausdrücken. Zum anderen können Schlüsselszenen im anschließenden Gespräch näher erläutert werden.
Kreative Gestaltungsformen, z.B. Collagen, Zeichnungen, Wandbilder oder Plakate können u. a. als Hinführung zum Thema, zur Erarbeitung oder Interpretation eingesetzt werden. Im Gestalten erfährt sich das Kind ganzheitlich. Verschiedene Gestaltungsformen bringen das zum Ausdruck, was Kinder im Inneren bewegt und häufig nicht verbal ausgedrückt werden kann. Außerdem wird ein Teil des Themas dauerhaft festgehalten und kann von den Kindern immer wieder angeschaut werden.
Kooperation mit den Gemeinden Olfens
Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit der evangelischen und der katholischen Gemeinde Olfens. Bereits zur Einschulung findet ein ökumenischer Gottesdienst in der St. Vituskirche statt. Im 2. Schuljahr erkunden die Zweitklässler mit ihren Fachlehrerinnen und –lehrern und dem jeweiligen Pfarrer die Kirchengebäude. Viermal in einem Schuljahr besuchen die 3. und 4. Klassen Gottesdienste ihrer jeweiligen Konfession. Die katholischen Gottesdienste werden in der St. Vituskirche und die evangelischen entweder in der Schule oder in der Kirche gefeiert. Die Gestaltung wird von den Kindern mit begleitet und zum Teil übernommen. Ferner verfügt jedes Kind über ein Liederheft, worin das Liedgut für den Unterricht und die Kirchgänge gesammelt sind.
Zusätzlich findet für die katholischen Viertklässler ein Aschermittwochsgottesdienst statt. Auch zum Ende der Grundschulzeit wird ein ökumenischer Abschlussgottesdienst in der Vituskirche, da sie ausreichend Platz bietet, angeboten.
Jedes Jahr wird am letzten Schultag vor Weihnachten das so genannte Weihnachtssingen in der Vituskirche durchgeführt. Neben dem Singen von Liedern werden auch Darbietungen verschiedener Kinder mit einbezogen.
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